Warum Fette nicht so schlimm sind, wie man denkt

Wenn man an Fett denkt, hat man auch direkt im Hinterkopf, dass man nicht zu viel davon Essen sollte. Immerhin hat Fett mit 9kcal die meisten Kalorien und es liegt nahe, dass man davon doch zunehmen sollte. Anstelle des Fettes werden dann aber meist vermehrt Kohlenhydrate gegessen, die mit 4kcal deutlich weniger Kalorien haben, aber man isst davon meist einiges mehr, so dass man an dem mehr der Kohlenhydrate noch schneller zunimmt. Häufig ist man durch eine Portion Nudeln zwar im ersten Moment auch gesättigt, aber hält das doch nicht so lange an und man isst schneller wieder.

Im Endeffekt ist egal ob man viele Kohlenhydrate oder viele Fette ist – man nimmt immer dann zu wenn man über seinen Grundbedarf isst, also weniger verbraucht als man zu sich nimmt. Zudem geraten Weizenprodukte immer mehr in Verruf. Die Anzahl an Gluten Unverträglichkeit leidenden Personen, nimmt immer mehr zu. Daraus kann man mitunter auch schließen, dass ein zu viel von Weizenprodukten auf Dauer den Körper eigentlich eher mehr schädigt als früher angenommen.

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In meiner Paleo-Challenge geht es darum auf solche Kohlenhydrate zu verzichten und vermehrt Fette zu sich zu nehmen. Ich bin länger satt, mir geht es körperlich besser, bin ausgeglichener und hab viel mehr Energie. Das mag vielleicht nicht auf jeden zutreffen und funktionieren, aber ausprobieren sollte man es mal.

Wofür braucht der Körper eigentlich Fett?
Fett wird im menschlichen Körper unter anderem benötigt als

  • – Energielieferant,
  • – Schutz gegen Kälte,
  • – Lösungsmittel für fettlösliche Vitamine (zum Beispiel Vitamin A und D),
  • – Schutzpolster für innere Organe und das Nervensystem,
  • – Bestandteil der Zellmembranen.

 

Es gibt sie tatsächlich: Die guten und die schlechte Fette

Bei den Fetten unterscheidet man zwischen den gesättigten, den einfach ungesättigten und den mehrfach ungesättigten Fetten.

Einfach ungesättigte Fettsäuren sind Fettsäuren, die der Körper selbst herstellen kann. Sie sind also nicht essentiell. Vor allem kommen sie in Olivenöl, Rapsöl, Avocado, Nüsse und Samen vor. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind im Gegensatz zu den einfach ungesättigten essentiell, das heißt wir müssen sie über die Nahrung zuführen. Man unterscheidet hierbei Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Zu den Omega 6 Fettsäuren gehört zum Beispiel Linolsäure. Omega 3 Fettsäuren findest du zum Beispiel in Nüssen, Hering, Thunfisch, Lachs oder Makrele, Walnussöl, Leinöl oder Distelöl.

Trans-Fettsäuren entstehen bei der industriellen Verarbeitung beziehungsweise chemischen Härtung von Fetten und Ölen, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Gehärtete Fette sind zum Beispiel in Margarine, Blätterteig, Chips und frittierten Speisen enthalten. Trans-Fettsäuren gelten als ungesund für den Menschen.

 

Als Empfehlung kann man daher folgendes sagen:

  • – Pflanzliche Fette und Öle bevorzugen, da sie reich an ungesättigten Fettsäuren sind.
  • – Tierische Fette reduzieren, denn sie enthalten viele gesättigte Fettsäuren (Ausnahme: fettreicher Fisch, zum Beispiel aus kalten Gewässern).
  • – Faustregel: Je flüssiger ein Fett ist, desto höher ist der Anteil an ungesättigten Fettsäuren.
  • – Mit sichtbaren Fetten, zum Beispiel Butter, Margarine oder Ölen, sparsam umgehen.
  • – Auf „versteckte“ Fette in Wurst, Käse, Kuchen und (Salat-)Soßen achten.
  • – Speisen fettarm zubereiten. Ideal sind Zubereitungsarten, bei denen kein zusätzliches Fett nötig ist, zum Beispiel grillen oder garen.
  • – auf Fertigprodukte verzichten

 

Wie du siehst brauchst du eine gewisse Menge an Fett, zum einen um bestimmte Vitamine aufnehmen zu können, zum anderen weil Fett auch als Geschmacksträger (fettiges schmeckt häufig gut) ein Energielieferant ist und die innere Organe schützt.

Greif also ruhig ohne schlechtes Gewissen zu Lachs und Avocado.