Wenn die Vögel anfangen zu singen, die Sonne scheint und es endlich wieder wärmer wird, fangen viele mit dem Frühjahrsputz an.

Da werden die Schränke endlich mal ausgeräumt, von innen und außen gewischt und alte kaputte Sachen entsorgt. Eventuell wird auch der Keller und der Dachboden mal unter die Lupe genommen und, wenn vorhanden, der Garten oder Balkon auf Vordermann gebracht. Da kann gerne mal ein ganzes Wochenende oder sogar mehrere bei draufgehen, bis man endlich alles erledigt und sich von Schmutz und Altem getrennt hat.

 

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Wie wäre es, wenn wir dieses Mal nicht nur an unseren Haushalt, sondern auch mal an uns denken würden?

Wir leben in einer stressigen Zeit, in der kaum einer noch Zeit für sich selber findet oder sie sich nicht zugestehen möchte. Man sieht wieviel andere arbeiten und bekommt ein schlechtes Gewissen, wenn man mal früher Feierabend macht oder sich das ganze Wochenende faul auf der Couch lümmelt. Irgendwas zu tun gibt es doch immer. Man „darf“ ja schon fast gar nicht mehr nichts tun.

Es scheint, als wäre es schon fast modern, dauerhaft Stress zu haben. Viele machen mehrere Sachen nebenbei. Da hat man hier ständig das Handy in der Hand oder der Fernseher läuft den ganzen Tag. Kaum noch, nimmt man sich selbst oder die Umgebung bewusst wahr. Alles läuft eher so nebenbei. Der Geist schafft es so gar nicht, wirklich mal abzuschalten. So kann es auch vorkommen, dass man nach einem Wochenende, welches eigentlich auch dafür da sein sollte, Energie für die neue Woche zu sammeln, nicht entspannt und ausgeruht ist. Und so stresst man sich weiter in die nächste und übernächste Woche. Irgendwann kommt dann aber der Punkt, an dem der Körper einem zum Stoppen zwingt.

Wie oft kam es schon vor, dass man nach einer langen Zeit ohne Urlaub und Pause und einer stressigen Zeit endlich mal ein paar Tage frei hatte und dann wacht man am ersten freien Tag mit Halsschmerzen und laufender Nase auf. Den Urlaub verbringt man dann gezwungener Maßen krank im Bett, und alles was man erledigen wollte bleibt wieder liegen. Innerlich stresst einen das dann wieder, weil man weiß, sobald der Urlaub vorbei ist, hat man hier wieder keine Zeit für.

Zeit ist aber etwas, was man sich auch nehmen kann. Man muss nichts. Es ist egal wie viel andere Arbeiten, es ist egal wie viel Geld andere verdienen. Du selbst bist wichtig und das was dir wichtig ist. Eventuell weißt du das noch gar nicht genau, was gar nicht schlimm ist. Wenn man sich mit selber beschäftigt und sich Zeit zugesteht, wird man lernen was einem am Herzen liegt und was eventuell nur Wünsche von anderen sind, die man selber aber eigentlich gar nicht teilt.

Ein Sprichwort sagt: „In der Ruhe liegt die Kraft“. Wer ausgeruht ist, ist leistungsfähiger, effizienter, kann besser denken und kann die dadurch gesparte Zeit wieder für andere Sachen nutzen.

 

Für den Geist

Um deinen Geist auch dem Frühjahrsputz zu unterziehen benötigst du nichts als dich selbst. Am besten du gehst raus in die Natur. Wenn es regnet und du nicht raus möchtest, geht das natürlich auch drinnen, aber in der Natur ist einfacher abzuschalten und es gibt weniger Ablenkungsmöglichkeiten. Vielleicht wohnst du in der Nähe vom Strand, eines Waldes oder hast einen Park um die Ecke. Falls nicht, suche dir einfach einen Ort an dem es etwas ruhiger zugeht, irgendwas findest du bestimmt. Setze dich hin und mach es dir bequem und atme einfach nur die frische Luft ein. Schalte dein Handy am besten aus oder lasse es direkt zu Hause. Konzentriere dich darauf ruhig ein- und auszuatmen und versuche nicht großartig über irgendetwas nachzudenken. Die Gedanken werden natürlich kommen, wenn das so ist lass sie da sein, versuche nicht zwanghaft sie loszuwerden oder an gar nichts zu denken. Lass sie schweifen und genieße. Vielleicht kannst du am Meer die Wellen beobachten oder die Vögel, die fliegen. Vielleicht gibt es Bäume die im Wind rascheln oder du siehst entfernt Menschen spazieren. Sei mir dir selbst und der Natur. Bleibe für mindestens 5 Minuten sitzen. Wenn es länger geht, dann länger. Bleibe solange wie du dich wohlfühlst. Danach wirst du entspannter und ausgeglichener sein. Und neue Ideen werden nur so fließen.

 

Für den Körper

Andere nutzen die Zeit für das Heilfasten. Wer das nicht mag, kann aber auch anders anfangen bewusster zu leben. Normalerweise sagt man, dass man etwas 30 Tage lang durchziehen muss, bevor sich der Körper daran gewöhnt und es zur Gewohnheit und Routine wird. Alleine das kann aber schon abschrecken und Stress verursachen.

Wieso denn nicht einfach mal nur eine Woche durchziehen. Das sind nur sieben Tage. Total überschaubar. Und danach könnte man direkt wieder eine Woche anhängen. Und so kann man auch auf 30 Tage kommen, ohne dass man es sich wirklich bewusst ist. Oder gar abbrechen will. Ich habe Dir hier ein paar Beispiele zusammengestellt, wie du gesünder Leben kannst und welche du für nur sieben Tage mal ausprobieren solltest.

Versuche nicht zu viel auf einmal zu machen. Wenn du direkt mehrere Angewohnheiten auf einmal ändern willst, ist die Gefahr größer, das du schwach wirst und es ist nicht durchziehen wirst.

Hier einige Ideen:

– auf zuckerhaltige Getränke verzichten (Limonade, Energy Drinks, gesüßte Tees etc.)

– keine Getreideprodukte mehr essen  (keine Nudeln, kein Brot, kein Reis)

– esse jeden Tag 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse

– Lasse beim Essen den Fernseher und Handy aus

 

Was auch super ist, und ich mittlerweile regelmäßige mache: Sonntag ist Handy und Fernseher tagsüber komplett aus. Am Anfang ist es vielleicht komisch, aber seit dem ich das einmal gemacht habe will ich darauf nicht mehr verzichten. Du wirst erstaunt sein, wie viele tolle Sachen man machen kann, wenn man nicht ständig TV schaut oder auf sein Handy schaut 😉